Sie denkt, entwickelt und erschafft nicht.
Statistisch heißt: Speisereste und Brotkrumen müssen bereits vorhanden sein, damit die KI sie zusammenkehren und zu einem (nicht selten faden) Cookie aufbacken kann. Hinzu kommt: Auch Suchmaschinen selbst nutzen künstliche Intelligenz bei der Recherche und Ausgabe von Ergebnissen. Dabei werden KI-generierte Inhalte sogar bevorzugt. ChatGPT, Gemini, Midjourney und DeepL Write kopieren sich also ständig selbst. Tendenz: zunehmend.
Denkt man diese Entwicklung zu Ende, wird schnell klar: Das gab’s früher schon, wenn nämlich in der Eifel oder in kleinen niederbayerischen Dörfern mangels Alternativen Bruder und Schwester heirateten. „Host’ oan Bub oder oan Madel `kriegt?“ „Naa – es is bloß wieder a Söder.“ Ohne frische Gene von außen, ohne menschliche Vielfalt und individuellen Charakter führt der Weg halt in die Inzucht.
„Ich lass’ mir meine LinkedIn-Beiträge längst von der KI schreiben.“ Ja, Kollege, und das merkt man auch beim Lesen. Und wenn auf den gleich mitgenerierten Bildern dann Menschen drei Beine oder Hände mit sechs Fingern haben – sei’s drum, dafür musste niemand den eigenen Brägen anstrengen.
Es bleibt also abzuwarten, wann der Schlusssatz jedes Blogbeitrags und jedes Social Media Posts mit „Zusammenfassend lässt sich sagen, dass …“ beginnt.